WEBVTT - o._Prof._Dr._Helmut_Heuberger file: heu_180.txt 1 00:00:00.140 --> 00:00:08.110 align:middle line:90% Und, als der Krieg ausbrach, war ich ja noch in der Schule, ich war – na, 15, ja, 15, 15,16, nicht? 2 00:00:08.120 --> 00:00:13.240 align:middle line:90% – und natürlich wollte ich mich sofort an die Front melden, aber das konnte ich als Kind natürlich nicht. 3 00:00:13.240 --> 00:00:18.230 align:middle line:90% Nicht um Eroberungen auszuführen, ich meine, meine Aktivitäten waren eigentlich immer, 4 00:00:18.230 --> 00:00:24.040 align:middle line:90% gegen Unrecht mich zu wehren. Das war es eigentlich, und gegen Unbill, 5 00:00:24.050 --> 00:00:29.030 align:middle line:90% und hier ging es mir um die Landesverteidigung. Das hat schon beeindruckt, ja. 6 00:00:29.040 --> 00:00:33.180 align:middle line:90% Begeisterung war es nicht, aber auch irgendwo eine Art Aufbruch. 7 00:00:33.190 --> 00:00:40.080 align:middle line:90% Mein Vater war zutiefst deprimiert natürlich. Aber ich habe mir gedacht, naja, 8 00:00:40.090 --> 00:00:44.200 align:middle line:90% wir werden das schaffen und so weiter. Dann stand man in den nächsten Tagen in Lebensmittelläden 9 00:00:44.210 --> 00:00:49.050 align:middle line:90% und hatte plötzlich die ganzen Bezugsscheine. Da war ja alles vorbereitet. 10 00:00:49.060 --> 00:00:53.170 align:middle line:90% Und dann las man, was man alles nicht mehr kriegt. Und dann kriegte man Sachen, Sago, 11 00:00:53.180 --> 00:00:59.120 align:middle line:90% was ist denn das. Das war ja alles minutiös vorbereitet und ja, 12 00:00:59.120 --> 00:01:04.050 align:middle line:90% dann kamen die ersten Freunde an die Front, da wurde es schon ernst. 13 00:01:04.060 --> 00:01:06.230 align:middle line:90% Aber da wollte ich selbst auch hin, also. 14 00:01:06.240 --> 00:01:10.190 align:middle line:90% Mein Vater hat es als Katastrophe gesehen. Ich nicht.