WEBVTT - Dr._Prof.__Erika_Hubatschek file: hub_HUBATSCHEK_ERIKA_150_h.txt 1 00:00:00.000 --> 00:00:02.180 align:middle line:90% Zum Beispiel in Tux war das so, 2 00:00:03.130 --> 00:00:06.280 align:middle line:90% auch im äußeren Zillertal, nicht nur in Tux. 3 00:00:07.170 --> 00:00:11.020 align:middle line:90% Tux ist dieses eine Nebental, von Mayrhofen gehen ja die Gründe aus, 4 00:00:11.150 --> 00:00:14.110 align:middle line:90% und der westlichste davon ist das Tuxertal, 5 00:00:15.020 --> 00:00:22.170 align:middle line:90% Und überall dort ist das Futterstallwesen. 6 00:00:23.090 --> 00:00:27.050 align:middle line:90% Das heißt, dass die Bauern nicht nur einen Stall haben, 7 00:00:27.180 --> 00:00:32.220 align:middle line:90% in dem das ganze Vieh untergebracht ist und das Heu, sondern das ist dezentralisiert. 8 00:00:33.160 --> 00:00:37.270 align:middle line:90% Ich habe Bauern gekannt, die hatten bis zu zwölf Futterställe. 9 00:00:38.090 --> 00:00:42.290 align:middle line:90% Ein Futterstall ist ein Gebäude, also hat einen ersten Stock, 10 00:00:43.200 --> 00:00:46.110 align:middle line:90% im Untergeschoss ist es aus Vierkantblockwerk. 11 00:00:47.030 --> 00:00:53.190 align:middle line:90% Das hält natürlich besser warm, weil ja die Tiere, die Kühe und Jungvieh, 12 00:00:54.020 --> 00:00:58.040 align:middle line:90% einen Teil des Jahres in diesen Futterställen verbringt. 13 00:00:58.210 --> 00:01:05.270 align:middle line:90% Sie sind ein, zwei Monate des Jahres beim Hofstall. 14 00:01:06.160 --> 00:01:09.180 align:middle line:90% Die übrige Zeit wandern sie von einem Futterstall 15 00:01:10.010 --> 00:01:15.040 align:middle line:90% zum nächsten oder im Sommer auf die Alm. Es ist an sich ein sehr gutes Prinzip. 16 00:01:15.220 --> 00:01:19.270 align:middle line:90% Weil diese Gegenden sehr steil sind, 17 00:01:20.130 --> 00:01:23.050 align:middle line:90% da ist der Transport des Heues von unten 18 00:01:23.280 --> 00:01:26.280 align:middle line:90% zu den meist am Hang stehenden Höfen oft schwierig. 19 00:01:27.160 --> 00:01:31.240 align:middle line:90% Und das Ausbringen des Düngers ist auch wieder schwierig auf den steilen Hängen. 20 00:01:32.190 --> 00:01:35.040 align:middle line:90% Und da hat man dort nicht das Heu zum Vieh gebracht, 21 00:01:35.200 --> 00:01:44.170 align:middle line:90% sondern das Vieh zum Heu. Man hatte nur kleine Flächen, 22 00:01:45.160 --> 00:01:49.210 align:middle line:90% wo man das Heu im Futterstall gelagert hat. 23 00:01:50.070 --> 00:01:53.050 align:middle line:90% Und den Dünger hat man auch an Ort und Stelle gehabt, 24 00:01:53.170 --> 00:01:57.090 align:middle line:90% und hat ihn von dort gleich ausbringen können. Der Nachteil war natürlich, 25 00:01:57.240 --> 00:02:01.160 align:middle line:90% dass der Bauer jeden Tag mindestens zweimal 26 00:02:02.090 --> 00:02:06.040 align:middle line:90% den Weg vom Hof zum Futterstall zurücklegen musste. 27 00:02:06.170 --> 00:02:08.220 align:middle line:90% Und die Futterställe waren manchmal schon ziemlich weit entfernt. 28 00:02:09.130 --> 00:02:12.110 align:middle line:90% Im Winter, wenn viel Schnee war, mussten sie natürlich auch gehen, 29 00:02:12.260 --> 00:02:15.190 align:middle line:90% denn in der Früh musste das Vieh gemolken und gefüttert werden. 30 00:02:16.020 --> 00:02:23.130 align:middle line:90% Das waren Nachteile. Aber sonst, mit dem Liefern von Heu und Dünger, war es wieder gut so.